Der Kaminkehrer: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger

Klaus Herrmann

Verhalten im Brandfall

  • Der oberste Grundsatz ist auf alle Fälle einzuhalten:

     

    Ruhe bewahren

     

    Nur damit gelingt es überlegt zu denken und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

    Obwohl jeder Ernstfall anders gestaltet ist gibt es einige übereinstimmende Grundregeln:

     

  • Feuerwehr alarmieren

    Der Feuerwehrnotruf (112) läuft in unserer Region auf die Rettungsleitstelle auf, welche die erforderlichen Maßnahmen veranlasst. Auch hier gilt: Ruhe bewahren und klare Auskünfte geben.


  • Grund des Anrufes mitteilen

    Für die Hilfskräfte ist es wichtig detaillierte Informationen über den Notfall zu erhalten ,damit die bestmöglichste Hilfe organoisiert werden kann. Dabei ist es sinnvoll sich an die bewährten Regeln für die Notrufalarmierung zu halten (siehe untenstehenden Download)


  • Falls die Brandbekämpfung gefahrlos möglich ist, kann diese mit Feuerlöschern eingeleitet werden.


  • die ankommenden Hilfskräfte einweisen und Ihnen kurz die Lage schildern. Dabei auf einen klaren und sachlichen Bericht achten.



Bekämpfung von Küchenbränden

Die häufigsten Brände in der Küche sind in Verbindung mit erhitzten Fett entstanden. Bei brennenden Fetten oder Ölen gibt es jedoch unbedingt eine Grundregel zu beachten:

 

Bei Fettbränden kein Einsatz von Wasser!


Falls bei Fettbränden Wasser eingesetzt wird verdampft dieses aufgrund der enormen Hitze schlagartig. Dabei dehtn es sich auf das ca. 1700-fache Volumen aus und reißt die brennenden Fetttröpfchen mit. Bei dem nebenstehenden Bild zeigte die Feuerwehr unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen die Zugabe von Wasser in ein Gefäß mit brennenden Fett. Stellen Sie sich bitte vor, wie Sie in unmittelbarer Nähe des Gefäßes Wasser in Ihrer Küche aufgiessen .......


Der Versuch eignet sich keinesfalls zum Nachmachen!

 

Wie verhält man sich richtig, wenn ein Gefäß mit Fett in Brand geraten ist?

 

- das brennende Gefäß mit einer nichtbrennbaren Decke überziehen. Achten Sie darauf, dass Gefäss und Decke nicht vom Herd fallen, ansonsten haben Sie eine Brandvergrößerung!

Die Decke muss dann auf dem Topf verbleiben und darf nicht mehr entfernt werden, bis der Topf ausgekühlt ist. Falls Sie auf die Idee kommen würden die Decke etwas anzuheben, würde die Flamme aufgrund des enormen Hitzepotentials im Fett sofort wieder voll aufflammen.

Für die Brandbekämpfung in der Küche eignen sich Löschdecken aus unbrennbaren Material sehr gut. Diese sollten in jeder Küche vorhanden sein.

Alternativ ist der Einsatz von speziell auf Fettbrände ausgelegten Feuerlöschern sinnvoll.

 

Fettbrände keinesfalls mit Wasser löschen !

 



Einsatz von Feuerlöschern

Feuerlöscher sind ein hervorragendes Mittel um Entstehungsbrände einzudämmen oder gar zu löschen. Jeder Haushalt sollte im Besitz eines Feuerlöschers sein, um kleine Brände selbst bekämpfen zu können.

 


  • Die Feuerlöscher sollten für den zu erwartenden Brand geeignet sein. Bei den Brandherden in den Haushalten handelt es sich meist um feste Stoffe wofür die Brandklasse "A" benötigt wird. Die Brandklasse "B" bezieht sich auf den Brand von flüssigen Stoffen, während die Brandklasse "C" Brände von Gasen bekämpft. Ein Feuerlöscher für den Haushalt sollte deshalb mindestens für die Brandklassen B und C geeignet sein.

  • Der Feuerlöscher beinhaltet ein Löschpulver welches mittels Druckluft auf den Brandherd gesprüht wird. Im unglücklichen Fall kann das Löschpulver durch Kondenswasser oder andere Einflüsse verklumpen und den Feuerlöscher unbrauchbar machen. Damit Ihnen dass nicht passieren kann muss der Feuerlöscher alle zwei Jahre durch einen Fachmann untersucht werden.

  • Falls Sie in einem Brandfall den Feuerlöscher benötigen muss dieser sofort danach zur fachmännischen Überprüfung gegeben werden. Dies ist auch erofrderlich, falls nur geringe Löschmengen verwendet wurden. Oder möchten Sie beim nächsten Brand über einen funktionsunfähigen Feuerlöscher fluchen?

  • Grundsätzlich muss paralell zum Einsatzes eines Feuerlöschers immer die Feuerwehr alarmiert werden. So wird keine wertvolle Zeit verschwendet, wenn der Löschversuch nicht zum Erfolg führt. Übrigens: Die Feuerwehr stellt Ihnen keine Rechnung, wenn sie den Brand erfolgreich selbst bekämpft haben und der Feuerwehreinsatz nicht mehr erforderlich gewesen wäre!


Die Feuerwehr alarmieren Sie grundsätzlich über die Telefonnummer "112" (ohne Vorwahl) - auch vom Handy aus.

Bewahren Sie bei der Alarmierung unbedingt Ruhe damit die Feuerwehr alle wichtigen Daten erfahren kann.

Folgende wichtige Punkte müssen in einer Notrufmeldung enthalten sein: (5W)

 

 


  • Wer ruft an?

  • Wo ist der Notfallort?

  • Was ist geschehen?

  • Wieviele Personen sind verletzt?

  • Warten auf Rückfragen!






Bundesland: Bayern
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

Klaus Herrmann

Energieberatungsbüro Sachverständiger für energetische Fragen im Wohnbau
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