Der Kaminkehrer: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger

Klaus Herrmann

Kleinbrände erfolgreich bekämpfen

aus Hänschen wird Hans - aus einem Kleinbrand ein Großbrand

damit Ihnen dies nicht passieren kann handeln sie bitte nach folgenden Grundregeln:

 

  • ruhig und überlegt handeln, jegliche Hektik vermeiden
  • wenn möglich mit Partnern gemeinsam das Feuer bekämpfen
  • klare Anweisungen geben, keine Kompetenzgerangel aufkommen lassen

Brände können bekämpft werden durch:

  1. Sauerstoff dem Brandherd entziehen (z.B. nichtbrennbare Decke allseitig dicht auf den Brandherd legen)
  2. Brennstoff wegnehmen (z.B. kleine brennende Gegenstände in den Garten werfen, um eine Brandausbreitung im Haus zu verhindern)
  3. Zündtemperatur wegnehmen (wird meist durch Löschen mit Wasser erreicht)

Der Einsatz von Feuerlöschern vereint in der Regel mehrere Maßnahmen bei seinem Einsatz.

 

Feuerlöscher richtig einsetzen!

  • Feuerlöscher haben nur eine Spritzdauer von einigen Sekunden, daher wohl überlegt einsetzen!
  • Brandherd von der Flammenwurzel aus löschen - nicht in die Flammen spritzen!
  • wenn vorhanden mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen
  • nur kurze Druckstöße aus dem Feuerlöscher abgeben und Wirkung abwarten anstatt Löscher leerspritzen!
  • bei Feuerlöschern mit wasserhaltigen Löschmitteln (z.B. Wasser- oder Schaumlöscher) mindestens 1 Meter zu allen elektrischen Anlagen einhalten!
  • kein Risiko eingehen. niemals den Helden spielen!
  • Brandbekämpfung immer nur paralell zur Alarmierung der Feuerwehr durchführen.
  • auf evt. Brandnester und deren Wiederaufflammen achten!

Alle Hausbewohner müssen sich mindestens einmal pro Monat mit der Bedienung des Feuerlöschers vertraut machen, damit der Einsatz reibungslos vonstatten geht. Selbstverständlich muss die zweijährige Prüffrist eingehalten werden, damit der Feuerlöscher immer einsatzbereit ist. Aber innerhalb dieser Zeit wird er ja 24 mal zur Übung verwendet, so dass die ablaufende Frist nicht übersehen werden kann. Reingefallen


besonnenes Verhalten ist wichtig!

Verhalten im Brandfall:

 

Brand melden:      Tel. 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei) Dazu sind klare Angaben erforderlich:

- wer meldet

- wo brennt es

- was brennt

- sind Menschen in Gefahr  (wenn bekannt wie viele?)

- warten auf Rückfragen!

keinesfalls sofort nach Absetzung der Meldung auflegen, sondern zumindest Telefon- bzw. Handynummer hinterlassen!

 

wichtige Regeln:

durch die moderne Baustoffe und Einrichtungsgegenstände ist die Hauptgefahr bei einem Brand nicht mehr das Feuer sondern der Brandrauch.

Bei der Verbrennung von Kunststoffen entstehen hochgiftige Stoffe und Kohlenmonoxid, welche zum Erstickungstod innerhalb kürzester Zeit führen. Die wenigsten Brandgase befinden sich im Fußbodenbereich, da Wärme nach oben steigt! Zudem ist die Sicht im Fußbodenbereich am klarsten. Daher am besten krabbelnd auf den Ausgang zu bewegen.

Die überwiegende Mehrzahl der Brände verläuft nicht explosionsartig sondern vergrößert sich stetig, insbesondere wenn ausreichend Luftzufuhr vorhanden ist. Deshalb unbedingt Türen und Fenster beim Verlassen des Brandraumes schließen! Zum Schutz vor dem Brandrauch ein feuchtes Tuch vor die Atemorgane halten. ACTUNG: Dies berechtigt nicht dazu sich unnötig dem Brandrauch auszusetzen, da die giftigen Gase dadurch nicht herausgefiltert werden können!!!

 

Fluchtweg bis zum Ausgang aus dem Gebäude folgen. Vorhandene Türen wieder schliessen, um möglichst wenig Rauch in die Fluchtwege gelangen zu lassen!

 

Falls die Fluchtwege abgeschnitten sind:

in einigermaßen sicheren Raum (möglichst mit Fenster) retten. Türe schließen und Türritzen mit feuchtem Lappen gegen Brandrauch abdichten! Fenster öffnen und Passanten und/oder Rettungskräfte auf sich aufemrksam machen. keine unüberlegten Sprünge aus oberen Geschossen unternehmen!

 

Grundsätzlich gilt: die Fluchtwege sollten bei Betreten des Gebäudes bekannt sein! Bei unbekannten Gebäuden sich anhand von Fluchtplänen informieren und sich einen Überblick über alternative Rettungsmöglichkeiten machen (Blick aus dem Fenster)

 

 

 

 





Bundesland: Bayern
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

Klaus Herrmann

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